
02.11. — 24.11.2024
MYRIAM GÄMPERLI
WINDIGE AUGENCELIA & NATHALIE SIDLER
EINMISCHENEnde August sind Myriam Gämperli (*1982, lebt und arbeitet in Zürich) sowie Celia und Nathalie Sidler (*1983, leben und arbeiten in Basel) mit einem performativen Einzug im Zimmermannhaus eingezogen. Während 10 Wochen haben sie Bruggs Adresse für Kunst in ihrem Sinn und Geist geprägt und die Ergebnisse ihrer Residenz abschliessend in einer Ausstellung gezeigt.






Fotos: Kaspar Ruoff
MYRIAM GÄMPERLI
Sechzehn Performer:innen nutzen unter der Regie von Myriam Gämperli die Fenster entlang der Vorstadt. Als bewegliche Textur wird der Vorhang zum Leitmotiv, das die Videoperformance und alle Öffnungen in der Fassade miteinander verbindet.
Die Künstlerin übersetzt persönliche Begegnungen in «Soul Sketches» – zeichnerische Protokolle von Gesprächen, die sie in die Vorhänge überträgt, wobei das halb transparente Material als gebrauchter Stoff seine eigene ‹Biografie› hinzufügt. Zeigen und Verbergen, Schutz und Trennung liegen im Stoff ganz nahe beieinander. An ihren Grenzen liegt Myriam Gämperlis künstlerisches Interesse. «Windige Augen» fragt nach: Was passiert genau, wenn Privates öffentlich wird? Wie gestalten wir die Übergänge? In welchem Licht stellen wir uns bevorzugt dar?
AUSSTELLUNGSTEXT
zu Myriam Gämperli, von Isabel Zürcher
Download (pdf)
www.myriamgaemperli.ch








Fotos: Kaspar Ruoff
CELIA UND NATHALIE SIDLER
Ausgehend von invasiven Neophyten, die auch im kleinen Park des Zimmermannhaus wachsen, fragen die Künstlerinnen Celia & Nathalie Sidler nach Herkunft und Beheimatung, nach Tradition und jenen Werten, die unsere individuelle Verwurzelung mitbestimmen. Mit der Firma CreaNatira, die sich für die heimische Biodiversität engagiert, führten die Künstlerinnen performative Spaziergänge durch am Brugger Berg und an den Grenzen zwischen Stadt und ihren grüneren Rändern. Zivildienstleistende, Geflüchtete und Freiwillige haben die eigens genähten «Big Bags» durchs Unterholz geschleift; Erde, Staub und Risse im robusten Stoff zeugen von harter körperlicher Arbeit. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Schutz der lokalen Flora zielt nicht nur auf die migrantische Geschichte spezifischer Pflanzen. «Einmischen» fragt nach den Menschen, die den «heimatlichen» Boden pflegen. Und nach dem Geschmack von Heimat: Aus zahlreichen Gesprächen zu diesem unsichtbaren Erleben ging eine Edition von ortsspezifischer Glacé hervor.AUSSTELLUNGSTEXT
zu Celia & Nathalie Sidler, von Isabel Zürcher
Download (pdf)
www.celia-nathalie-sidler.net
VERANSTALTUNGEN
Freitag, 01. November, 19 Uhr
Eröffnung
mit Performance AUSZUG von Celia & Nathalie Sidler und Myriam Gämperli
Dienstag, 5. November, 18 Uhr
Soul Sketch mit Myriam Gämperli
Dienstag, 12. November, 18 Uhr
Wortwechsel
Künstlerinnen im Gespräch mit der Kunstwissenschaftlerin Isabel Zürcher
Mittwoch, 13. November, 18 Uhr
Lecture Performance von Celia Sidler
am Campus Brugg-Windisch
in Zusammenarbeit mit phkultur
Text siehe unten
Sonntag, 24. November, 14–16 Uhr
Finissage
Künstlerinnen vor Ort
LECTURE PERFORMANCE VON CELIA SIDLER AM 13. NOVEMBER
IN ZUSAMMENARBEIT MIT PHKULTUR
Riecht Heimat nach heruntergefallenem Obst, nach Zuckerwatte oder Autoabgasen? Anlässlich der zahlreich erzählten Erinnerungen, die Celia & Nathalie Sidler während ihrer partizipativen Aktionen und künstlerischen Forschung zugetragen wurden, kreierten die beiden mit der Glacé- Produzentin Tine Giacobbo (Eisvogel, Zürich) verschiedene Glacé-Sorten, die den Heimatgeschmack eingefangen haben. In der Arbeit der beiden Kunstschaffenden spielt nebst des partizipatorischen Zugangs auch der Aspekt der Care-Arbeit eine wichtige Rolle. Und wir fragen uns: Wie würde wohl der Campus Brugg-Windisch riechen, wenn alle Heimatgerüche gemischt werden würden? In einer multisensorischen Lecture Performance erzählt Celia Sidler von der vielschichtigen künstlerischen Arbeit und von den Gerüchen, Geschmäckern und Geschichten rund um Heimat, die Sie selbst als gustatorisches «Probiererli» auf der Zunge zergehen lassen können.
Riecht Heimat nach heruntergefallenem Obst, nach Zuckerwatte oder Autoabgasen? Anlässlich der zahlreich erzählten Erinnerungen, die Celia & Nathalie Sidler während ihrer partizipativen Aktionen und künstlerischen Forschung zugetragen wurden, kreierten die beiden mit der Glacé- Produzentin Tine Giacobbo (Eisvogel, Zürich) verschiedene Glacé-Sorten, die den Heimatgeschmack eingefangen haben. In der Arbeit der beiden Kunstschaffenden spielt nebst des partizipatorischen Zugangs auch der Aspekt der Care-Arbeit eine wichtige Rolle. Und wir fragen uns: Wie würde wohl der Campus Brugg-Windisch riechen, wenn alle Heimatgerüche gemischt werden würden? In einer multisensorischen Lecture Performance erzählt Celia Sidler von der vielschichtigen künstlerischen Arbeit und von den Gerüchen, Geschmäckern und Geschichten rund um Heimat, die Sie selbst als gustatorisches «Probiererli» auf der Zunge zergehen lassen können.
Ein Kooperationsanlass von phkultur und Zimmermannhaus Brugg
Hier gehts zur vorgängigen Residenz «Durchzug» der Künstlerinnen
EINLADUNG
Download (pdf)
ÖFFNUNGSZEITEN
MI–FR 14.30–18, SA–SO 11–16
EINTRITT FREI
Residenz und Ausstellung wurden freundlich unterstützt von:





Kulturstiftung der Credit Suisse Aarau
und den Jahresbeiträgen durch
die Stadt Brugg
das Aargauer Kuratorium
die Ernst Göhner Stiftung
Wir danken ganz herzlich!