18.09.—14.11.2026

PEARLIE FRISCH

LACUNA

STEVE FORS & CHRISTOPH BRÜNGGEL

STILL.LIFE


Mit ihrer Arbeit «Lacuna» untersucht PEARLIE FRISCH (*1986, LACHEN) aus der Perspektive einer philippinischen Diaspora Leerstellen, die durch globale Bewegungen von Menschen, Waren und Bedeutungen entstehen. Für die Ausstellung im Zimmermannhaus verbindet sie Video, Fotografie und Keramik zu einer vielschichtigen Installation über Erinnerung, Migration und Zugehörigkeit. Der Begriff «Lacuna» bezeichnet eine Lücke oder Leerstelle und bildet den Ausgangspunkt des Projekts.
Im Video «With Love, Nanay PS.» thematisiert Frisch familiäre Erfahrungen von sprachlichen Barrieren und Sehnsucht. Ausgangspunkt ist der Briefwechsel ihrer Mutter, die von den Philippinen in die Schweiz migrierte. Obwohl der Klang der Sprache Tagalog vertraut ist, bleibt ihre Bedeutung der Künstlerin verschlossen, da sie in der Familie nicht weitergegeben wurde. Gemeinsam mit dem Choreografen Tomer Zirkilevich entwickelte Frisch daraus eine Performance über Sprachverlust, transgenerationale Erinnerung und Vertrauen.
Zudem verbindet die Künstlerin ihr Familienalbum mit Fotografien aus dem ETH Archiv des Schweizer Kaufmanns Arthur Ruh. Daraus entstehen keramische Gefässe und Objekte, die den Leerstellen Ausdruck verleihen, welche durch globale Verflechtungen und historische Brüche entstehen.

STEVE FORS (*1967, DAVENPORT, IOWA, USA) und CHRISTOPH BRÜNGGEL (*1980, BRUGG) schaffen mit «still.life» eine immersive Installation, die historische Naturdarstellungen, Klang und künstliche Elemente zu einer begehbaren Umgebung verbindet. Ausgehend von Lithografien aus Alfred Edmund Brehms «Tierwelt» ergänzt Fors idyllische Naturbilder mit Spuren industriellen Fortschritts und schafft so beunruhigende Szenen. Die Arbeiten werden von synthetisierten Düften begleitet, die die dargestellten Insekten und Pflanzen nachahmen, sowie von Insektengeräuschen und einer von Brünggel entwickelten Klanglandschaft. Naturgeräusche treffen auf Klänge von Architekturen und Maschinen aus europäischen Kraftwerken und Energielandschaften. Ausgehend von den Imitationen von Insektengeräuschen wird der Raum durch eine simulierte Soundscape von Naturgeräuschen erfüllt, die kompositorisch immer wieder durch dystopisch anmutende Klänge kontrastiert werden. Inmitten dieser künstlichen Szenerie bewegen sich die animatronischen Schmetterlinge des Gastkünstlers John Espey. Die Installation macht die Verflechtungen von Natur, Technologie und Energiegewinnung erfahrbar und regt zur Reflexion über die ökologische Krise an.

«Making a sculpture of sand in the waves of Bollullo Beach», Teneriffa , © Pearlie Frisch


«Frühlingsbild aus dem Insektenleben (Verschiedene Bienenarten mit einem Sprühflugzeug), Installationsansicht, 2026
Für die Ausstellung im Zimmermannhaus. Foto: Steve Fors

www.pearliefrisch.com
www.stevefors.com
www.christophbruenggel.com


VERANSTALTUNGEN


EINBLICK IN DEN AUSSTELLUNGSAUFBAU
Donnerstag, 3. September, 18–22 Uhr
Mit Blick in den Garten von Viviana Gonzáles Méndez & Melanie Tauscher
Performance von Heinrich Seiler
Get-together mit Gastkünstler John Espey

ERÖFFNUNG
Donnerstag, 17. September, 18 Uhr
18.30 Uhr Einführung
Anschliessend Dj-Set zum Apéro und
Performance von Elisa Bruder & Nur Giménez Villarroya

KUNST ÜBER MITTAG
Mittwoch, 23. September, 12 Uhr Rundgang, 12.15 Uhr Zmittag
In Anwesenheit der Künstler*innen
Auf Anmeldung

WORTWECHSEL
Donnerstag, 22. Oktober, 19 Uhr
Die Künstler*innen im Gespräch mit den Besuchenden und Kunsthistorikerin Barbara Ruf.

AUSSENZIMMER FÜR ERWACHSENE
Mittwoch, 28. Oktober, 18.30 Uhr
Auf Anmeldung

FINISSAGE
Samstag, 14. November, 16 Uhr
Soundperformances von Steve Fors & Christoph Brünggel


EINLADUNG
Download (pdf)


ÖFFNUNGSZEITEN
MI–FR 14.30–18, SA–SO 11–16
EINTRITT FREI



Die Ausstellung wird freundlich unterstützt von:
 




  


Kooperationen mit:

Prof. Dr. Consuelo De Moraes der Biokommunikation ETH Zürich

Gastkünstler John Espey


Das Jahresprogramm wird ermöglicht durch die Beiträge der Stadt Brugg, des Aargauer Kuratoriums und der Ernst Göhner Stiftung.


Wir danken ganz herzlich!



Mark