28.10.—11.12.2022
OTTO GRIMM
NOEMI EICHENBERGER

FLUIDE POTENZIALE


Otto Grimm (1955 geboren in Suhr, lebt und arbeitet in Möriken/AG) und Noemi Eichenberger (1986 geboren in Menziken/AG, lebt und arbeitet in Biel und Zürich) haben nicht nur biografisch Berührungspunkte – Otto Grimm war an der FMS in Aarau Noemi Eichenbergers Zeichenlehrer –, ihre Werke nehmen auch formal miteinander Kontakt auf: Eine Verspieltheit kontrastiert bei beiden den Hang zur kontrollierten Form. Beiden gelingen kraftvolle Werke in Rücksicht aufs genaue Beobachten auch der feinen Spur. Sparsam setzen beide ihre Mittel ein, fordern die Wiederholung heraus und befassen sich so mit Mustern aus Ähnlichkeit und Differenz.



Otto Grimm, «Ellipsenschleuder», 2021
Aquarell auf Papier. 75 cm x 105 cm. Foto: Otto Grimm

OTTO GRIMM
Ohne jedes Geheimnis kommt das Schaffen aus von Otto Grimm. Und doch scheint es eine unfassbare Wirklichkeit aufzurufen. Pigmente versammeln sich auf kreisrunden Flächen, um sich dann wieder aufzulösen und breite Bahnen fürs Weiss des Blattgrunds freizugeben. Systematisch, in immer wieder ähnlichen Kompositionen ist der Künstler dem Wechselspiel von Konzentration und Auflösung auf der Spur; Hell- und Dunkelwerte erzeugen räumliche Perspektiven fern von aller Massstäblichkeit. Hinter Glas erscheint das Kippmoment zwischen Fläche und Raum noch verstärkt. Die Farbe der Wand hinterfängt Grimms Klein- bis Mittelformate je nach Raumsegment mit unterschiedlichen Kontrasten. Das Spiel mit Negativ – Positiv, Hinten und Vorn überträgt sich auf die gesamte Ausstellung und führt die einzelnen Blätter zur Gruppe zusammen.

AUSSTELLUNGSTEXT
zu Otto Grimm von Isabel Zürcher Download folgt (pdf)

www.ottogrimm.ch



Noemi Eichenberger, «Cylinder», 2022
Keramik, Emaille, Foam. Foto: Noemi Eichenberger


NOEMI EICHENBERGER
Aus der körperlichen Erfahrung generiert Noemi Eichenberger eine eigengesetzliche Bildsprache. Die Künstlerin hat Keramik und damit den Werkstoff Ton für sich entdeckt: Wie der eigene Körper ist dieses organische Material von Veränderung durchdrungen, verfestigt Druck oder Dehnungen zu bleibender Erinnerung. Eichenbergers runde Objekte lassen einen Kreislauf assoziieren auf einer rätselhaften Skala zwischen Flüssig und Hart. Auch Schaumstoff nutzt Eichenberger für die offenen Narrative ihrer Gegenständlichkeit. Ob einzeln oder in installativen Arrangements zeichnen Objekte leitmotivisch das Verhältnis zwischen Innen und Aussen nach. Im geschäumten Verpackungsmaterial von «Pool» werden Schutz und Abwehr eins. Zeichnerisch trägt Eichenberger Tusche auf kleine Bildflächen auf. Zu grösseren Einheiten zusammengesetzt, verbinden sich die Spuren zu einem eigendynamischen Geflecht.

AUSSTELLUNGSTEXT
zu Noemi Eichenberger von Isabel Zürcher
Download folgt (pdf)

www.noemieichenberger.com




ÖFFNUNGSZEITEN
Mi–Fr 14.30–18, Sa–So 11–16 Uhr
Eintritt Ausstellung frei


ERÖFFNUNG
Donnerstag, 27. Oktober, 18–21 Uhr
Mit Suppe und Punsch

WORTWECHSEL
Donnerstag, 17. November, 19 Uhr
Die Kunstschaffenden im Gespräch mit Isabel Zürcher, Kunstwissenschaftlerin

DIE KUNSTSCHAFFENDEN IN DER AUSSTELLUNG
Sonntag, 27. November, 11–16 Uhr

FINISSAGE
mit Otto Grimm & Noemi Eichenberger Sonntag, 11. Dezember, 14–16 Uhr


EINLADUNG
Download (pdf)




Mark