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25.04.—21.06.2026
GEORGETTE MAAG
ALDO MOZZINI
URBAN PLAYGROUNDGeorgette Maag (*1955 in Zürich, lebt und arbeitet in Zürich) und Aldo Mozzini (*1956 in Locarno, lebt und arbeitet in Zürich) nennen ihre erste, gemeinsame Ausstellung nicht zufällig «Urban Playground». Vom Erdgeschoss bis unters Dach des Zimmermannhaus wird die Stadt zum Modell – zum gebauten Körper mit ihrem verlässlichen Puls und ihren unberechenbaren, inneren Bewegungen. Beide Kunstschaffenden verbindet ein Interesse an alltäglichen Beobachtungen im Grossraum der Urbanität. Unabhängig voneinander untersuchen sie die Stadt als Bühne des Alltags, als Stube, Spielplatz oder Durchgangsort. Durch Georgette Maags Linse wird der Stadtraum geprägt von Choreografien des Zufalls. Architektur nimmt bei Aldo Mozzini den Wesenszug des Provisoriums an, wird zur instabilen Skulptur, gar zum Leuchter, nicht zuletzt zum Stimulus für unsere Fantasie.

«Veduta 10», 2026, Ausschnitt aus Bodenzeichnung «Veduta», Grösse ca. 90m2, Foto: Aldo Mozzini
«Urban Playground» ist das Ergebnis eines künstlerischen Dialogs: Maag und Mozzini bringen einen Fundus an Materialien und Möglichkeiten mit, sind sich im Aufbau der Ausstellung gleichzeitig Herausfordung und Impulsgeber*in. Beide haben ein Werk hinter sich, das von ganz realen Dingen ausgeht, um das scheinbar Selbstverständliche zu befragen, auf seine Echtheit abzuklopfen oder ins Surreale fortzuschreiben. Was macht es aus, dass uns die Fotografie von einem Stück Architektur in die Welt von Traum und Magie entführt? Wie kommt’s, dass wir mit Blick auf einen Tisch ganz neu über die Anatomie von Möbeln nachdenken?
«quasi cane III», 2025, Lappen aus dem Tiefdruck, Plastikabfälle, Plastikfolie, 150 x 250 cm, als Referenzbild zu «quasi cane IV», 2026 (in Erarbeitung), Foto: Aldo Mozzini Die beiden Kunstschaffenden konzipieren mit so vielfältigen Medien wie Zeichnung, Objekt, Fotografie, Video und Installation einen Parcours durchs ganze Haus. Enge Passagen gehen im ersten Obergeschoss in offenere «Plätze» über, Verdichtung trifft auf Leere. Ein Stockwerk höher lässt eine grosse, begehbare Zeichnung eine fiktive Stadtlandschaft entstehen. Videosequenzen rufen flüchtige Konstellationen auf oder bringen Blickachsen ins Spiel – Strassenschluchten und ferner Himmel. Mobiliar aus dem öffentlichen Raum von Brugg, vertraut und fremd zugleich, verschiebt Massstäbe, bringt Perspektiven ins Kippen. Im Dachstock münden die beiden künstlerischen Handschriften in einen poetischen Raum. In loser Anlehnung an Italo Calvinos «Die unsichtbaren Städte» (1972) entsteht eine Stadtlandschaft jenseits von funktionalen Logiken. Unwahrscheinliche Nachbarschaften, assoziative Übergänge und überraschende Verbindungen bilden die Projektionsfläche für Wünsche, für Erinnertes und neue Erzählungen. Hier verdichtet sich das zuvor Erlebte zu einer inneren, imaginierten Stadt.
«Ma chère», 2003, Video PAL 3:4, 7 min 10 sec, ohne Ton, Loop, Videostill/Bild: Georgette MaagEin Café auf Zeit lädt an Sonntagen während der Laufzeit zum Verweilen und zum Austausch ein. Im Rahmen einer öffentlichen Fotoaktion ist die ganze Stadt eingeladen, verschiedenste Blicke auf Brugg festzuhalten – im Detail oder Panorama, als Fotorätsel oder unerwartete Begebenheit. Diese ortspezifischen Reportage wächst mithilfe einer Druckstation zu einem kollektiven Stadtporträt zusammen. Schliesslich erweitern sensorische Stadtspaziergänge den Radius des Projekts über das Haus hinaus in den öffentlichen Raum.
www.mozzini.ch
www.georgettemaag.kleio.com
VERANSTALTUNGEN
CAFÉ-BETRIEB
Jeweils sonntags während der AusstellungsdauerEINBLICK IN DEN AUSSTELLUNGSAUFBAU
Mittwoch, 01.04., 18–20 Uhr, mit den Künstler*innenERÖFFNUNG
Freitag, 24.04., 18–22 Uhr, 19 Uhr Einführung
STADTSPAZIERGÄNGE, JEWEILS SONNTAGS:
DIE STADT IM HAUSMit den Künstler*innen durch die Ausstellung
KLANGSPEKTREN IN RAUM UND ZEIT
Sonntag, 10.05., 14 UhrMit der Autorin und Architektin Sabine von Fischer
Unterwegs entdecken wir Klangfarben von hell bis dunkel und von still bis schrill, bis wir schliesslich im Zimmermannhaus den Echos der künstlerischen Installationen im Raum lauschen.
(Infos zum Treffpunkt folgen)
ÜBERBRÜCKEN – EIN WALK
Sonntag, 07.06., 14 Uhr
Mit Spazierkünstlerin Marie-Anne Lerjen Sie spannt sich von einem Ufer zum andern, von einem Moment zum anderen, von einer Situation zur anderen. Sie überbrückt. Geleitet von der Spazierkünstlerin Marie-Anne Lerjen untersuchen wir auf einem gemeinsamen Spaziergang das Phänomen der Brücke ganz konkret.
Mit Spazierkünstlerin Marie-Anne Lerjen Sie spannt sich von einem Ufer zum andern, von einem Moment zum anderen, von einer Situation zur anderen. Sie überbrückt. Geleitet von der Spazierkünstlerin Marie-Anne Lerjen untersuchen wir auf einem gemeinsamen Spaziergang das Phänomen der Brücke ganz konkret.
(Infos zum Treffpunkt folgen)
RENDEZVOUS – BRUGG GESEHEN VON GERMANN LORENZI
Sonntag, 21.06., 14 UhrMit dem Artist Duo Germann Lorenzi entlang der von ihnen gestalteten Plakate im öffentlichen Raum
(Infos zum Treffpunkt folgen)
ERÖFFNUNG FOTOAKTION
Sonntag, 17.05., 14 Uhr
Im Erdgeschoss entsteht durch eine öffentliche Fotoaktion ein wachsendes, kollektives Stadtbild von Brugg, an dem alle Interessierten mitwirken können.
(Ausschreibung folgt)
AUSSENZIMMER FÜR ERWACHSENE – MIT UNSEREN SINNEN DURCH DIE AUSSTELLUNG
Mittwoch, 20.05., 18–19.30 Uhr, mit Kathrin BögliGemeinsam die Ausstellung über unsere Sinne erleben
Beschränkte Teilnehmer*innenzahl, mit Anmeldung, mehr Informationen hier
WORTWECHSEL
Donnerstag, 28.05., 19 UhrDie Künstler*innen im Gespräch mit der Kunstwissenschafterin Isabel Zürcher
FINISSAGE MIT DEN KÜNSTLER*INNEN
Sonntag, 21.06.26, 15–17 UhrIm Anschluss an den Spaziergang mit Germann Lorenzi um 14 Uhr
EINLADUNG
Download (pdf)
ÖFFNUNGSZEITEN
MI–FR 14.30–18, SA–SO 11–16
EINTRITT FREI
CAFÉ-BETRIEB
Jeweils sonntags während der Ausstellungsdauer
Die Ausstellung «URBAN PLAYGROUND» wird freundlich unterstützt von:
Erna und Curt Burgauer Stiftung
Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung
Stanley Thomas Johnson Stiftung

Die Ausstellung beider Künstler*innen wird ermöglicht durch die Jahresbeiträge der
Stadt Brugg, des Aargauer Kuratoriums und der Ernst Göhner Stiftung.
Wir danken ganz herzlich!
